Venedig des Nordens

001-7485.jpg
Die nur 74 Kilometer lange Newa ist einer der wasserreichsten Flüsse in Europa. Die bis zu 600 Meter breite Newa durchquert Sankt Petersburg auf einer Länge von fast 30 Kilometer. Einen Großteil des Stadtzentrums baute man im Delta der Newa, ein sumpfiges Gelände, das sich nur zwei bis vier Meter über Meereshöhe befand. Dadurch war die Stadt bis zum Bau des Ostseedamms regelmäßig von großen Überschwemmungen betroffen, wenn Stürme die See gegen die Westküste drückten oder im Frühling Eisschollen das Ablaufen der Newa verhinderten.
0001-img_6745
Das Delta breitete sich früher über zahlreiche Inseln aus, einige Seitenarme wurden aber im Lauf der Zeit zugeschüttet. Sankt Petersburg besteht heute aus 42 Inseln, die von 68 Flussläufen und Kanälen mit einer Gesamtlänge von etwa 160 Kilometer umflossen werden. Die größten Seitenarme im Delta sind die Große Newa, die Kleine Newa und die Große Newka. Sie bilden die beiden größten Inseln, die Petrograder Seite und die Wassiljewski-Insel. Das heutige Zentrum der Stadt befindet sich auf 4 großen Inseln, die von der Großen Newa und von vier Wasserläufen fast kreisförmig umflossen werden, die Moika, der Gribojedow Kanal, die Fontanka (Foto) und der Obwodny-Kanal.
002-6106.jpg
Die Leutnant Schmidt Brücke (Blagoveschenskiy Most) ist die älteste Brücke vom Zentrum auf die Wassilij Insel und die letzte Newa Brücke vor der Mündung in den Finnischen Meerbusen. Die Brücke wurde zwischen 1843 und 1850 unter Zar Nikolaus erbaut. In den Sommermonaten werden die Newa Brücken nachts hochgefahren um auch größeren Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen. Die Blagoveschenskiy Brücke wird von 1:25-2:45 und ein zweites Mal von 3:10-5:00 für den Schiffsverkehr geöffnet.
003-7582.jpg
Große Kreuzfahrtschiffe können bis vor die Blagoveschenskiy Brücke fahren. Interessant sind diese Kreuzfahrten für Touristen, die Sankt Petersburg nur kurz besuchen wollen. Man benötigt kein aufwändiges Visum, solange das Schiff nicht länger als drei Tage im Petersburger Hafen liegt. Allerdings sind drei Tage für diese faszinierende Stadt entschieden zu wenig.
004-7458.jpg
Die um 1916 errichtete Schlossbrücke (Dvortsoviy Most), die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine ursprüngliche Pontonbrücke ersetzte, ist die jüngste und berühmteste der fünf großen Newa Brücken im Stadtzentrum. Sie verbindet das imperiale Zentrum der Stadt mit der Strelka, der Ostspitze der Wassilij Insel. (Öffnungszeiten 1:25-4:50)
005-0501.jpg
Die Fontanka zweigt beim Sommergarten von der Newa ab. Dort befindet sich die Wäscherei Brücke, die eine der ältesten und schönsten Steinbrücken der Stadt ist. Die 1769 in Verbindung mit der Ufer-Granitbefestigung gebaute Brücke wurde nach der benachbarten Palastwäscherei (Prachechni) benannt.
006-2941.jpg
Während sich die Moika und der Gribojedow Kanal kurvenreich um und durch das Zentrum schlängeln, fließt die Fontanka, der dritte konzentrische „Kanal-Ring“, in einem relativ gleichmäßigen Bogen mit langen Geraden um das Zentrum, bis sie schließlich wieder in die Newa mündet. Die Fontanka ist ein natürlicher Seitenarm der Newa, der bis Mitte des 18. Jahrhunderts die südliche Stadtgrenze markierte. Die Fontanka ist etwa 6,7 Kilometer lang, 3,5 Meter tief und erreicht eine Breite bis zu 70 Meter. Die Fontanka erhielt ihren Namen bereits 1719 als sie zum Wasserspeicher für die Fontänen des Sommergartens wurde.
007-2740.jpg
Eine Bootrundfahrt sollte man sich nicht entgehen lassen. Die größeren Boote starten rund um die Festung, am Schlossufer und überall dort wo der Newski Prospekt einen Kanal kreuzt. Kleinere Boote findet man auch entlang der Moika, Fontanka und Gribojedow Kanal. Kleinere Boote sind zwar teurer als die Standardrundfahrt, bieten aber den Vorteil das man auch Sehenswürdigkeiten sehen kann, die von den größeren Schiffen nicht angefahren werden wie z.B. das Tor von Neu Holland. Der Fahrpreis und die Strecke ist bei den kleineren Booten Verhandlungssache.
008-3983.jpg
Die kleinste öffentliche Skulptur der Stadt, der elf Zentimeter hohe und an die fünf Kilo schwere Bronzevogel Tschischik Pischik an der Panteleymonovski Brücke entwickelt sich zum inoffiziellen Wahrzeichen der Stadt und wird mit jeden Diebstahl berühmter. Zurzeit befindet sich die 7. Ausgabe des kleinen aber schweren Vogels an der Brücke. 1994 entwarf der Bildhauer Reso Gabriadse den bronzenen Zeisig (russ:Tschischik) nach einer Idee des Architekten Wjatscheslaw Buchajew. Die Idee geht zurück auf einen Vers über Alkohol aus dem 19.Jahrhundert, den vor allem betrunkene Studenten der damals gegenüber liegenden Rechtswissenschaften gesungen haben sollen. Diese wurden wegen ihrer gelb-grünen Uniform als „Tschischik-Pischiks“ bezeichnet.
009-0485.jpg
Die Belinskogo Brücke wurde im Zuge der Uferbefestigung um 1785 als Hebebrücke mit zwei Türmen errichtet, bei der der mittlere aus Holz bestehende Teil mit einer Vorrichtung gehoben werden konnte. Zwischen 1858 und 1859 wurden die beiden Türme entfernt und die Bögen mit Granitplatten verkleidet. 1890 wurde die 59 Meter lange und etwa 19 Meter breite Brücke mit eigenen Fußgängerwegen und einem geschmiedeten Geländer erweitert. Die Brücke wurde bis 1923 nach der benachbarten Kirche der Hl.Simeon und Anna, Simeonovsky Brücke genannt.
010-0545.jpg
An den Ufern der Kanäle befinden sich zahlreiche mehr oder weniger bekannte Stadtvillen und Paläste wie hier das Schuwalow Palais, das Ende des 18. Jahrhunderts für die Familie Woronzow gebaut wurde. Der Palast war danach in Besitz mehrerer Adelsfamilien, die das Palais nach ihren Geschmack umbauen ließen. Der letzte aristokratische Besitzer war Pavel Schuwalow, ein Kunstsammler, dessen Schätze jetzt in der Eremitage zu bewundern sind. In der Sowjetzeit wurde das Palais zum „Haus der Freundschaft“, in dem mehrere internationale Institutionen untergebracht wurden. Heute werden die Räume des Palais für allerlei Veranstaltungen, wie Konzerte, Modeschauen etc. vermietet.
011-0514.jpg
Vor der Anitschkow Brücke, der ältesten Brücke über die Fontanka. Die Grundstücke entlang der Fontanka waren im 18. Jahrhundert noch ausschließlich Mitgliedern der Zarenfamilie und des alten Bojarentums vorbehalten. Ein Katasterplan den Zar Peter der Großen an seinem General-Polizeimeister Davier übergab, existiert noch im „Staatsarchiv der alten Akten“ in Moskau. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden das Ufer der Fontanka eines der exklusivsten Wohnviertel der Stadt.
img_9744.jpg
Über die Anitschkow Brücke überquert der Newski Prospekt, Petersburgs prächtigster und berühmtester Boulevard, die Fontanka. Ihren Namen erhielt die Brücke von Oberstleutnant Michail Anitschkow, der den Bau der Brücke leitete. Ihr heutiges Gesicht erhielt die Brücke um 1841. Die vier Rossbändiger an den Brückenenden machten die Anitschkow Brücke zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
img_9696.jpg
Einen Blick sollte man auch auf die zahlreichen kunstvollen Guss und Schmiedearbeiten werfen, mit denen viele Petersburger Brücken verziert wurden.
012-9798.jpg
Die Lomonossow Brücke ist eine der beiden noch existierenden Hebebrücken, die Ende des 18. Jahrhunderts bei der Granitbebauung des Ufers entstanden sind. Die nach dem berühmten russischen Gelehrten und Dichter Michail Lomonossow benannte Brücke wurde zwischen 1785-1787 errichtet. Der Mittelteil zwischen den Türmen war aus Holz und konnte mechanisch gehoben werden.
013-6818.jpg
Die Krasnoarmeyski Fußgängerbrücke ist die letzte Brücke, die man bei den üblichen Rundfahrten auf der Fontanka durchfährt, danach biegen die meisten Boote in den Krukow Kanal ab. Die Krasnoarmeyski Brücke wurde nach der „Roten Armee“ benannt.
014-6862.jpg
Die Ägyptische Brücke gehört zu den bekanntesten Brücken der Stadt, wird aber von den Rundfahrtunternehmen selten angefahren. Das Konzept und das Design der ursprünglichen Hängebrücke stammte von denselben Ingenieuren und Künstlern, die auch die Löwenbrücke und die Greifenbrücke am Gribojedow Kanal bauten. Die Sphinxen wurden von Pawel Petrowitsch Sokolow geschaffen, für das Konzept der Kettenbrücke waren die beiden Bauingenieure Wilhelm von Traitteur und Basil Christianowicz zuständig. Die Brücke ging in die Petersburger Stadtgeschichte ein, als am 20. Januar 1905 ein Kavallerie Regiment im Gleichschritt über die Brücke marschierte und diese dadurch zum Einsturz brachte. Von den 60 Soldaten, die damals in die Fontanka stürzten, konnten alle gerettet werden, einige Pferde ertranken. Die Sphinxen waren vom Einsturz nicht betroffen und konnten weiterverwendet werden. Die neue 1955 gebaute Bogenbrücke wurde von W. Wassilkowski and P. Areschew konzipiert.
015-6893.jpg
Die Staro-Kalinkin Brücke ist eine der beiden steinernen Zugbrücken aus den 1780er Jahren, die nahezu vollständig im Originalzustand erhalten geblieben sind. Die Brücke befindet sich am Ende der Fontanka, bevor diese mit der kleinen Prjazhka an der Admiralitätswerft zusammen fließt.
016-6905.jpg
An der Admiralitätswerft fließen die beiden Flüsse Fontanka und Prjazhka gemeinsam durch das Werftengelände wieder in die Newa. Am linken Ufer der Prjazhka gelangt man durch einen etwa 30 bis 40 minütigen Spaziergang am Rande des alten Arbeiter und Handwerkerviertels 'Kolomna' wieder an die Moika und zur zentralen Admiralitätsinsel.
img_6983.jpg
An der Mündung der Newa werden die Moika und die Fontanka zu einem Teil der Werften und sind für normales Publikum weder begehbar noch befahrbar.
018-5708.jpg
Das Schiffstor der 8 ha großen Insel Neu Holland liegt an der Moika. Die Hauptgebäude wurden in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts nach einem Entwurf des Architekten de la Motte errichtet und als Holzlager für den Flotten-Schiffsbau verwendet.
019-5799.jpg
Die Pozelujew-Brücke (Kussbrücke) ist eine der Sehenswürdigkeit der Stadt und ein beliebtes Motiv für Fotografen und Maler. Um die Kussbrücke ranken sich zahlreiche Legenden. Als die Moika im 17. Jahrhundert die Stadtgrenze bildete, sollen sich hier alle Verliebte mit Küssen verabschiedet haben wenn sie die Stadt verlassen mussten. Man sagt, das das Glück der Liebe von der Länge des Kusses auf der Pozelujew-Brücke abhängt und das man sich nach einem Kuss auf dieser Brücke nicht mehr trennen wird. Im 20. Jahrhundert verabschiedeten sich hier hauptsächliche Marinematrosen, da deren Hauptkaserne der 20er und 30er Jahre direkt an der Brücke liegt. Die Pozelujew-Brücke verbindet die Admiralitätsinsel mit der Kasaner-Insel. In dem roten Backsteingebäude der Marinekaserne soll demnächst das neue Museum der Kriegsmarine eingerichtet werden.
020-5902.jpg
Die Podyachenski Brücke (Postamtbrücke) war eine der ersten Kettenbrücken in Sankt Petersburg. Um zum Postamt zu kommen muss man jedoch noch zwei Häuserblöcke umrunden.
021-6042.jpg
Die 42 Meter lange und ca. 17 Meter breite Rote Brücke über die Moika ist eine der drei „farb-kodierten“ Brücken. Die Brücke, die ihren ursprünglichen Namen beibehalten hat, wurde von dem schottischen Architekten William Haste entworfen.
022-9410.jpg
Die breiteste Brücke der Stadt (und gleichzeitig der Welt) ist die „Blaue Brücke“ über die Moika am Isaaksplatz. Sie ist über 99 Meter breit und wird zum überwiegenden Teil als Busparkplatz für Touristen verwendet. Am Obelisk vor der Brücke sind die Wasserstände der schlimmsten Überschwemmungen verzeichnet. Die Brücke ist in etwa so breit wie der dahinter liegende Mariinski Palast.
img_7089.jpg
Die Grüne Brücke, die den Newski Prospekt über die Moika führt, war die erste gusseiserne Brücke der Stadt. Sie wurde früher Volks oder Polizeibrücke genannt. Die drei Brücken über die Moika wurden in unterschiedlichen Farben gestrichen um ortsfremden Matrosen eine Orientierungshilfe zu geben. Die grüne Brücke wurde ebenfalls von dem schottischen Architekten William Haste entworfen
024-7083.jpg
Das Moika Ufer in der Nähe des Newski Prospekt. Bis zum großen Brand 1737 gab es am Ufer der Moika meistens nur Holzhäuser, in denen die Arbeiter der nahen Werft hausten. Erst nach dem großen Brand wurden die Häuser aus Stein gebaut.
023-6156.jpg
Die von Vasily Stasow entworfene Sängerbrücke (Pevchesky most) am Schlossplatz ist mit 72 Meter Breite die drittbreiteste Brücke der Stadt. Die hauptsächlich als Parkplatz genutzte Brücke ersetzte im Herbst 1840 die zu diesem Zeitpunkt sechs Jahre alte, ehemalige „Gelbe Brücke“ die noch aus Holz gebaut worden war.
025-7398.jpg
Der relativ kurze Winterkanal fließt von der Moika ab und durchquert dabei die Millionenstraße und die Eremitage bevor er in die Newa mündet. Der Winterkanal ist einer der malerischsten Winkel im imperialen Zentrum.
026-8589.jpg
Der Winterkanal zwischen der Neuen Eremitage und des Eremitage Theaters. Der „Winterkanal“ war Schauplatz in Puschkins Novelle „Pique Dame“ und in der gleichnamigen Tschaikowski Oper
027-7394.jpg
Die Moika fließt hinter der Großen Marstallbrücke etwa 250 Meter am ehemaligen kaiserlichen Pferdestall (Marstall) vorbei, dessen Gebäude der Krümmung der Moika angepasst wurde. Der Marstall befindet sich in einem ziemlich maroden Zustand.
028-7345.jpg
Die Kleine Marstallbrücke führt vom Adamini Haus über die Theaterbrücke zur Erlöserkirche. Das Adamini Haus ist Teil einer Offizierskaserne eines ehemaligen Garderegiments und trägt den Namen seines Architekten Domenico Adamini (1792-1860). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war im Keller ein Treff avantgardistischer Künstler und Schriftsteller. Nach 1917 gehörte das Adamini Haus den Leningrader Schriftstellern und Gelehrten.
029-3781.jpg
Blick von der Zweiten Gartenbrücke auf die Erlöserkirche
030-3772.jpg
Die Moika zwischen Marsfeld und Michaelsgarten. Die Moika entsprang ursprünglich aus einen Sumpf im Marsfeld.
031-3928.jpg
Zwischen Ingenieursschloss und dem Sommergarten wurde die drei Meter tiefe und bis zu 40 Meter breite Moika schon 1711 mit der Fontanka verbunden, aber erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts begradigt und mit Granit verkleidet.
032-3783.jpg
Kein Flusslauf in Sankt Petersburg eignet sich für einen Spaziergang besser als die insgesamt fast fünf Kilometer lange Moika, an deren Ufer sich die meisten der berühmten Bauwerke und Architekturensembles befinden.
033-3031.jpg
Mit dem Schwanenkanal wurde das Marsfeld entwässert, er fließt an der westlichen Seite des Sommergartens von der Moika in die Newa. Im Mai 2008 erregte im Schwanenkanal eine vollkommen erschöpfte Ostsee-Robbe Aufsehen, die sich ohne Widerstand mit einem Köcher fangen ließ. Die Ringelrobbe kam anschließend in ein Reha-Zentrum für Robben, ob sie die Petersburger Gewässer überlebt hat ist unbekannt.
034-6317.jpg
Mit dem Ausbau des 5 Kilometer langen Gribojedow Kanal wurde 1739 begonnen. Er folgte einem ehemaligen Seitenarm der Newa, der unter dem Namen Kriwuscha bekannt war. Der 32 Meter breite Kanal geht von der Moika in der Nähe der Erlöserkirche ab und fließt im Süden kurz vor der Newa Mündung in die Fontanka.
035-8273.jpg
1923 wurde der Katharinenkanal, wie er damals genannt wurde, in Gribojedow Kanal umbenannt. Der zwischen 1816 und 1818 am Kanal wohnenden Alexander Gribojedow war ein russischer Dramatiker und Diplomat, der in Teheran ums Leben kam, als die Botschaft von mehreren hundert bewaffneten Islamisten gestürmt wurde, die von islamischen Geistlichen mit falschen Informationen aufgehetzt wurden. Sein Grab in Tiflis wurde zum Wallfahrtsort für russische Schriftsteller.
036-7305.jpg
Unter Katharina der Großen wurde der Kanal vertieft, die hölzernen Kanaleinfassungen entfernt und stattdessen die Ufer mit Granit verkleidet. Das Teilstück zwischen Moika und der Bankbrücke, an dem der Newski Prospekt über die Kasaner Brücke geführt wird, wurde 1739 begradigt. In dieser Zeit wurden auch einige der schönsten Petersburger Brücken gebaut. Die Brücke über den Newski ist die einzige Brücke die auch von kleinen Booten nicht durchfahren werden kann.
037-8258.jpg
Die schmälste Brücke der Stadt ist die 25 Meter lange und 1,9 Meter breite „Bankbrücke“, eine der schönsten Fußgängerbrücken der Stadt. Sie wurde 1826 von G.M. Tretter über den Gribojedow-Kanal gebaut. Die vier Greifen mit den vergoldeten Flügeln sind eine Schöpfung von Pawel Sokolow. Die Brücke erhielt ihren Namen von der früheren Währungsbank, in der sich heute die Staatliche Universität für Wirtschaft und Finanzen befindet.
038-5544.jpg
Die um 1826 gebaute Löwenbrücke wurde vom deutschen Bauingenieur Wilhelm von Traiteur und von Basil Christianowicz entworfen. Die Hängebrücke, deren Tragseile von vier Löwenköpfen gehalten werden, hat eine Spannweite von 23 Meter. Die Löwen stammen vom Bildhauer Pavel Petrowitsch Sokolow, Student der Akademie der Künste und Bildhauer des russischen Klassizismus. Von ihm wurden auch die Greifen der Greifenbrücke und die Sphinxe der Egyptischen Brücke geschaffen. Die denkmalgeschützte Löwenbrücke von Ludwig Ferdinand Hesse im Berliner Tiergarten ist ein Nachbau dieser Brücke.
039-5812.jpg
Der Gribojedow Kanal am Heumarkt (Sennaja Ploschtschad)
040-5412.jpg
An der Nikolaus Marine Kathedrale kreuzt der Gribojedow Kanal den Krjukow-Kanal.
041-1144.jpg
Der nur 1,15 Kilometer lange Krjukow-Kanal hinter dem Mariinsky Theater verbindet die Moika mit dem Gribojedow Kanal und der Fontanka.
042-5633.jpg
Am letzten der vier konzentrisch um das Zentrum fließenden Kanäle endet die Kanal Romantik. Bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts diente der Verlauf des Obwodni als äußerster städtischer Verteidigungsring. Mit der Industrialisierung entstanden rund um den 1834 ausgebauten Wasserlaufs Arbeitersiedlungen und Industriegebiete. Der Obwodni Kanal mündet durch das Petersburger Hafengelände in die Newa.
047-2162.jpg
Wieder zurück auf der Newa. Die üblichen Rundfahrtboote verkehren auf der Newa meistens nur im Dreieck zwischen Fontanka, Dekabristenplatz, Strelka und Festung. Um sich die Newa genauer ansehen zu können, eignen sich die im Jahr 2008 mit großem Erfolg eingeführten Aquabusstrecken. Das Streckennetz wird laufend erweitert und soll bis 2012 auf insgesamt neun Strecken erweitert werden. Auf der blauen, grünen und orangenen Strecke werden kleinere Boote mit bis zu 60 Sitzplätzen und einer Höchstgeschwindigkeit von ca.60km/h. verwendet
img_9631.jpg
Das im Jahr 2003 gegründete Kadettenkorps Peter der Große wurde im ehemaligen Hanflager der Stadt untergebracht. In dem Gebäude an der Kleinen Newa werden Jugendliche auf ihre zukünftigen Aufgaben in der Weltraumtruppe vorbereitet. Zu den Aufgaben der 'Kosmischen Streitkräften Russlands' (Kosmitscheskije woiska Rossii) gehören die strategische Raketenverteidigung, die Aufklärung mittels Spionagesatelliten und die Ausführung von Nuklearschlägen. Das Kadettenkorps Peter der Große wurde im Jahr 2003 eröffnet. Am 4. Oktober wird in Russland jährlich der Tag der Weltraumstreitkräfte gefeiert.
043-2906.jpg
Die zwischen 1897 und 1903 gebaute Troitski Brücke (Dreifaltigkeits Brücke) ist eine Klappbrücke im Jugendstil. Die dritte permanente Brücke über die Newa wurde teilweise unter Mitarbeit von Gustav Eiffel entworfen. Auf der Achse der Brücke verläuft der Meridian von Pulkowo, der bis zur int. Anerkennung des Greenvich Meridians für den Null Meridian gehalten wurde. (Öffnungszeit 1:35-4:50)
044-8730.jpg
Nachtschwärmer müssen im Sommer mit unüberwindbaren Hindernissen rechnen und sollten sich die Öffnungszeiten der Brücken einprägen. Die Öffnungszeiten der Brücken werden am Anfang und Ende jeder betroffenen Brücke auf Blechtafeln angezeigt.
045-7601.jpg
Etwas luxuriösere Rundfahrten sind mit dem venezianischen Schnellboot 'Katharina' des Hotels Europa möglich
046-8050.jpg
Die Liteiny Brücke verbindet die Wyborger Seite mit dem zum Zentrum führenden Liteiny Prospekt. Im Bereich der Liteiny-Brücke hat die Newa mit ca. 24 m ihre maximale Tiefe erreicht. Die Liteiny Brücke war die erste elektrisch beleuchtete Brücke in der Stadt. (Öffnungszeit 1:40-4:45)
049-1773.jpg
Die zurzeit in Renovierung befindliche Brücke 'Peter der Große' (Bolscheochtinskij-Most) mit einem 136 Meter langen Bogen wurde 1911 gebaut. Die über 270 Meter lange Brücke gehört zu den beeindruckendsten Brücken von St.Petersburg. Die fast 15 Meter langen zentralen Klappbrückenteile lassen sich in 30 Sekunden heben. (Öffnungszeit 2:00-5:00)
048-1678.jpg
Die 1965 eröffnete Alexander Newski Brücke ist mit 909 Meter die längste Brücke über die Newa. Nach einer teilweisen Sperrung für den Privatverkehr wegen korrodierendem Stahl und einer Totalsperrung wegen Absturz eines 17 Tonnen Gegengewichts im Jahr 1967 wurde die Brücke zwischen 2000 - 2001 rekonstruiert. (Öffnungszeit 2:20-5:10)
050-8847.jpg
Die erste Finnländische Eisenbahnbrücke wurde zwischen 1910 und 1912 mit zwei Gleisen und einem Fußgängerübergang errichtet. Nachdem ein Schiff mit 500 Tonnen Fisch die Brücke beschädigte wurde parallel dazu eine zweite Brücke gebaut. (Öffnungszeit 2:20-5:30)
img_7697.jpg
Die 325 Meter lange und 36 Meter breite Wolodarski-Brücke (russisch Володарский мост) verbindet die Iwanowskaja im Westen mit der Narodnajastraße im Osten. Die zwischen 1932 und 1936 gebaut Brücke wurde nach dem Revolutionär W.Wolodarski benannt, der im Gebiet der Brücke ermordet wurde. (Öffnungszeit 2:00-3:45 und 4:15-5:45)
051-7806.jpg
Die einzige durchgehend befahrbare Verbindung zwischen westlichem und östlichem Newa-Ufer innerhalb des Stadtgebiets ist die Große Obuchowski-Brücke. Die Höhe der zweiteiligen Schrägseilbrücke liegt 30 Meter über den Wasserspiegel. Mit einer Länge von über 2,8 Kilometer gehört sie zu den längsten Brücken Russlands, sie ist Teil des südlichen Petersburger Autobahnrings KAD
052-7760.jpg
Mehrere Unternehmen bieten Kreuzfahrten bis nach Moskau an. Die Fahrt geht über den größten Süßwassersee Europas, dem Ladogasee und weiter über die Svir bis zum Onega See in Karelien. Von dort aus führt der Wolga-Baltic Kanal auf die Wolga und weiter bis nach Moskau.
newa Google Map
Vielen Dank! gefällt mir (28)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*